Der Gottheit hoher Tempel ist zerstöret

Es ründen an der heilgen Kuppel sich die Töne

Nicht mehr in schöne Worte des Gebetes,

Und teilen sich im Takte an den Säulen

Die in der Krone leichte Melodien

In lieblicher Verirrung schöner Locken

Auf ihre ernsten hohen Stirnen wallen.

Zertrümmert ist das herrliche Gebäude

Und mit dem Echo ist das Wort gestorben.

Vom weiten Himmel hallt kein Lied zurücke.

Denn schrecklich ist die Macht des großen Lebens

Und unermeßlich ist es hier zu beten.


Das Gedicht "Der Gottheit hoher Tempel ist zerstöret..." stammt von   (1778 - 1842).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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