An dem Feuer saß das Kind,

Amor, Amor,

Und war blind;

Mit dem kleinen Flügel fächelt

In die Flamme er und lächelt,

Fächle, lächle, schlaues Kind!

 

Ach, der Flügel brennt dem Kind,

Amor, Amor

Läuft geschwind!

»O, wie mich die Glut durchpeinet!«

Flügelschlagend laut er weinet,

In der Hirtin Schoß entrinnt

Hülfeschreind das schlaue Kind.

 

Und die Hirtin hilft dem Kind

Amor, Amor,

Bös und blind.

Hirtin, sieh, dein Herz entbrennet,

Hast den Schelm du nicht gekennet?

Sieh, die Flamme wächst geschwind,

Hüt dich vor dem schlauen Kind!


Das Gedicht "An dem Feuer saß das Kind..." stammt von   (1778 - 1842).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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