Der Pflicht vergessen
Wir Fische nie;
Haben viel Müh
Und karg zu essen,
Baun spät und früh
Uns luftge Schlösser,
Hätten′s gern besser
Statt immer schlimmer
Und raten immer
Und treffen′s nie.
(aus "Wintermärchen")
Gedichte
Der Pflicht vergessen
Wir Fische nie;
Haben viel Müh
Und karg zu essen,
Baun spät und früh
Uns luftge Schlösser,
Hätten′s gern besser
Statt immer schlimmer
Und raten immer
Und treffen′s nie.
(aus "Wintermärchen")
Das Gedicht "Ein bürgerliches Schicksalslied" stammt von Christoph Martin Wieland (* 1733-09-05, † 1813-01-20).
Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.