Im schönsten Haine
von Amathunt
sang jüngst Olympia,
der Musen eine
Dein Lob der Rose
den Grazien vor:
ihr horcht der holde Chor
mit süßem Staunen,
und aus den Rosen
ragt das gespitzte Ohr
der jungen Faunen
entzückt hervor:
und Musen, Grazien,
und Amoretten
und Faunchen schlingen
mit Rosenketten
sich in ein tanzend Rund,
und alle singen
aus vollem Mund:
"Rosa, delicia
degli Amori,
Rosa, bellissima
de tutti i fiori!"
und Alle kränzen
mit ewgen Rosen
(die, dankerfüllt,
noch schöner glänzen,
noch süßer düften,)
Olympiens Bild.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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