Es hat ein jeder Mensch mehr Fehler zu verstecken,

Als er Geschicklichkeit der Welt hat zu entdecken;

Drum kommt der immer besser an,

Wer schweigen, als wer reden kan.

Denn weil sich jener nur allein von aussen zeigt,

So zeiget dieser sich von innen:

Man kan sehr viel bey dem der schweigt

Verlieren; und sehr viel bey dem der spricht, gewinnen.


Das Gedicht "Schweigen und Reden" stammt von   (1660 - 1725).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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