Es reicht der Armuth Hand das beste Bettelbrot;
Wer selbst in Drangsal, hilft am rühmlichsten aus Noth,
Und der wird meist von Gott geliebt,
Der, weil er Andern giebt, die Hände selbst läßt leer;
Denn Der, der wenig giebt von Wenigem, giebt mehr,
Als Der, der viel von Vielem giebt.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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