Tapetenblume bin ich fein,

kehr wieder ohne Ende,

doch, statt im Mai′n und Mondenschein,

auf jeder der vier Wände.

 

Du siehst mich immerdar genung,

so weit du blickst im Stübchen,

und folgst du mir per Rösselsprung -

wirst du verrückt, mein Liebchen.

 

(aus "Galgenlieder")


Der Text des Gedichts "Tapetenblume " stammt von (* 1871-05-06, † 1914-03-31).




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