Zu Golde ward die Welt;
            zu lange traf
    der Sonne süsser Strahl
        das Blatt, den Zweig.
                Nun neig
        dich, Welt, hinab
        in Winterschlaf.

Bald sinkt′s von droben dir
    in flockigen Geweben
        verschleiernd zu -
        und bringt dir Ruh,
                o Welt,
o dir, zu Gold geliebtes Leben,
                Ruh.


Der Text des Gedichts "Herbst" stammt von (* 1871-05-06, † 1914-03-31).




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