Das hinterindische Stachelschwein

(hystrix grotei Gray),

das hinterindische Stachelschwein

aus Siam, das tut weh.

 

Entdeckst du wo im Walde drauß

bei Siam seine Spur,

dann tritt es manchmal, sagt man, aus

den Schranken der Natur.

 

Dann gibt sein Zorn ihm so Gewalt,

daß, eh du dich versiehst,

es seine Stacheln jung und alt

auf deinen Leib verschießt.

 

Von oben bis hinab sodann

stehst du gespickt am Baum,

ein heiliger Sebastian,

und traust den Augen kaum.

 

Die Hystrix aber geht hinweg,

an Leib und Seele wüst.

Sie sitzt im Dschungel im Versteck

und büßt.

 

(aus "Galgenlieder")


Das Gedicht "Die Hysterix" stammt von   (1871 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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