Am Morgen spricht die Magd ganz wild:
"Ich hab heut nacht ein Kind gestillt -
ein Kind mit einem Käs als Kopf -
und einem Horn am Hinterkopf!
Das Horn, o denkt euch, war aus Salz
und ging zu essen, und dann -"
"Halt′s -
halt′s Maul!" so spricht die Frau, "und geh
an deinen Dienst, Zä-zi-li-e!"
(aus "Galgenlieder")
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Empfehlungen
Weitere gute Gedichte des Autors:
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte