Ein Rheinsalm schwamm den Rhein

bis in die Schweiz hinein.

 

Und sprang den Oberlauf

von Fall zu Fall hinauf.

 

Er war schon weißgottwo,

doch eines Tages - oh! -

 

da kam er an ein Wehr:

das maß zwölf Fuß und mehr!

 

Zehn Fuß - die sprang er gut!

Doch hier zerbrach sein Mut.

 

Drei Wochen stand der Salm

am Fuß der Wasser-Alm.

 

Und kehrte schließlich stumm

nach Deutsch- und Holland um.


Das Gedicht "Der Salm" stammt von   (1871 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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