Sechs Thaten müssen Dich/ O Held/ unsterblich machen:

Ein Königreich/ das nichts/ als Deine Tugend baut;

Dein Canaan/ in dem verfolgte Fremden lachen;

Dein Glantz/ der hier zu erst die hohe Schul beschaut;

Die Siege/ die Dein Arm und tapfres Volck erstritten/

Der Zuwachs/ den Dein Reich hat unter Dir gespürt/

Dein königliches Thun/ die Majestät der Sitten/

Die Weis- und Herrlichkeit/ die Salomon geziert.

Vor diese sechse mag ein andrer tausend rahten:

Sechs solche sind noch mehr/ als Millionen Thaten.


Das Gedicht "Auf Se. Königl. Majestät von Preussen Friderich den Ersten" stammt von   (1680 - 1721).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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