So viel Vortreffliches schreibt noch kein teutscher Kiel:

Des Königs Tugenden/ Feld-Schlachten/ große Thaten

Sind deinem klugen Geist und Eyfer wohl gerahten.

In deinen Schrifften ist kein leichtes Sinnen-Spiel.

 

Die schönsten Geister weckt in jenem Liljen Reich

Des Königs Tugend auf/ des Hofes Trefflichkeiten/

Doch darum können sie nicht Bessers Geist bestreiten:

An Klugheit geht er vor/ in andern ist er gleich.


Das Gedicht "Auf eben dieselben und dero gebundene und ungebundene Schrifften" stammt von   (1680 - 1721).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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