...dem Durchl. Printzen Eugenio einen kostbahren Degen verehrte

 

1.

 

Nimm Heldenmüht′ger Printz den Degen freudig an/

Ihn giebt ein Brennus-Held/ von dem man sagen kan:

Dein Degen habe nun so einen auch gefunden/

Mit Klugheit/ Tepferkeit/ mit Glück und Ruhm verbunden.

 

2.

 

Er giebt ihn/ Großer Printz/ nicht daß dein tapfrer Muht

Ihn in die Feinde jagt/ darzu ist deiner gut.

Nur die Unsterblichkeit sucht ihn wo aufzuhangen/

Und zwar an schönsten Ort/ drum hast du ihn empfangen.

 

3.

 

Er hat den Feind erlegt/ den festen Wall besiegt/

Verfolgte hochgeschützt/ und vor das Recht gekriegt.

Kein grösseres Geschenck kan dir verehret werden/

Kein größrer Held ist auch vor solches auf der Erden.


Das Gedicht "Als Se. Maj. von Preussen" stammt von   (1680 - 1721).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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