Friedensgöttin, komm, ich flehe

Dir mit hochgehobner Hand,

Komm herab von deiner Himmelshöhe,

Dich bedarf mein armes Vaterland.

 

Sieh im Maienmonde wollen

Heere ziehen in das Feld.

Wie sie schon die Augen blutig rollen,

Zu verheeren eine ganze Welt.

 

Freude flieht vor Mavors Rufe,

Der sich schlachtendurstig naht;

Seiner kriegerischen Rosse Hufe

Stampfen, knicken unsre Frühlingssaat.

 

Blumen sterben, wo die Sohle

Eines erznen Kriegers geht;

Traurig liegt das Röschen, die Viole,

Jedes Blümchen auf zertretnem Beet.

 

O so komm, du Friede, nieder,

Sänftige der Krieger Sinn.

Tausend Deutsche, alle brav und bieder"

Grüßen dich, du Himmels-Königin.

Passend zum Motiv empfehlen wir die Lektüre des Gedichts An den Frieden von Ramler.


Das Gedicht "An den Frieden" stammt von   (1739 - 1791).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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