Damon.

 

So glänzt die Zier der jungen Flore,

Die Rose, die sich erst entschließt,

Wenn sie die lächelnde Aurore,

Begleitet von dem Zephyr küßt:

Wie du, wenn du voll Reitz und Leben

Gegrüßt von Lerchen früh erwachst,

Und mir, von Grazien umgeben,

Mit sanftem Aug entgegen lachst.

 

Sylvie.

 

Vergebens fliehen vor Auroren

Die Schatten der bethauten Nacht,

Der junge Tag bereits gebohren,

Ist ohne dich mir finstre Nacht.

Die Blumen, die ich für dich pflücke,

Die schlummern noch: in süßem Wahn

Bricht mit dem ersten deiner Blicke

Mir erst mein schöner Morgen an.


Das Gedicht "Der Morgen" stammt von   (1726 - 1804).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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