So ward es März,
und so kam Ostern ...
der Schnee verkroch,
das Eis zerschmolz,
und allerwärts
schon leises Knospen
an Busch und Baum
in Hag und Holz!
So ward es März,
und so kam Ostern ...
und mit dem Fest
auch Sonnenschein
und keimt ins Herz
ein jubelnd Hoffen,
daß endlich doch
du endlich mein!
So ward es März,
und so kam Ostern ...
und ist nur erst
es einmal Mai,
baun sommerwärts
in Blust und Rosen
ein heimlich Nest
wir für uns zwei!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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