So ward es März,

und so kam Ostern ...

der Schnee verkroch,

das Eis zerschmolz,

und allerwärts

schon leises Knospen

an Busch und Baum

in Hag und Holz!

 

So ward es März,

und so kam Ostern ...

und mit dem Fest

auch Sonnenschein

und keimt ins Herz

ein jubelnd Hoffen,

daß endlich doch

du endlich mein!

 

So ward es März,

und so kam Ostern ...

und ist nur erst

es einmal Mai,

baun sommerwärts

in Blust und Rosen

ein heimlich Nest

wir für uns zwei!


Das Gedicht "So ward es März" stammt von   (1864 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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