Nein! begreifen kann und fassen

Ich den eig′nen Wahnsinn nicht!

Warum hab′ ich dich verlassen,

Meiner Seele Luft und Licht?

 

Strahlten deine Augensterne

Mich nicht an, voll milder Pracht?

Warum zog ich in die Ferne,

In die kalte, finst′re Nacht?

 

Als das Schicksal uns′re beiden

Herzen sich begegnen ließ,

War′s, als ob mit ernsten Eiden

Es den Himmel uns verhieß.

 

Warum habe ich, verblendet

Wählend Schmerz und Finsterniß,

Frevelnd mich von dir gewendet

Dem ersehnten Paradies,

 

Um, wo gift′ge Pfeile schwirren,

Um auf wild empörtem Meer,

Qualvoll, ruhelos zu irren

Ein verfluchter Ahasver!


Das Gedicht "Rückblick" stammt von   (1814 - 1894).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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