Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!

Hinab ins Tal, mit Rasen sanft begleitet,

Vom Weg durchzogen, der hinüber leitet,

Das weiße Haus inmitten aufgestellt,

Was ist′s, worin sich hier der Sinn gefällt?

 

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!

Erstieg ich auch der Länder steilste Höhen,

Von wo ich könnt die Schiffe fahren sehen

Und Städte fern und nah von Bergen stolz umstellt,

Nichts ist′s, was mir den Blick gefesselt hält.

 

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!

Und könnt ich Paradiese überschauen,

Ich sehnte mich zurück nach jenen Auen,

Wo Deines Daches Zinne meinem Blick sich stellt,

Denn der allein umgrenzet meine Welt.


Das Gedicht "Auf diesem Hügel..." stammt von   (1785 - 1859).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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