Im Grase liegen!

Im Regengeträufel

Den Busen kühlen,

Den heißen!

Den du bewegst, Liebe,

Träumende;

Mich Träumer schiltst,

Der dich nur träumt, Liebe.

Nicht stören

Emse, Käfer, goldne Biene,

Eurer finstern Vesten,

Eurer sonnigen grünen Reiche

Verständig Gewimmel;

Nicht mich erhebend,

Euch beugen, weiche Halme.

Den rollenden Sand unter der Sohle,

Dein Schweigen, Natur, nicht brechen.

Nicht auf raschlendem Blatt

Mit dem Griffel dich wecken,

Genius! - Träumender!

Schön ruhender!

Dein Hauchen Abendwind! Überm Wasser!

Traube! - Herbstbereifte! - Dein Feuer!

Zu hauchen, mit schüchternen Lippen

In ihren Hauch,

Die meine Brust bewegt -

Die Liebe!


Das Gedicht "An Pamphilio" stammt von   (1785 - 1859).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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