Ist das nicht wunderlich! Printz Monmouth muste sterben/
Nun soll ein müller-kind den thron von England erben.
Wie stimmet doch der tausch mit den gesetzen ein?
Doch Pater Peter ist hier klug genug gewesen.
Er wolte/ daß das reich gestohlen solte seyn:
Drum hat er einen dieb zum Printzen auserlesen.
Das Gedicht "Auff die Geburt des Printzen von Wallis" stammt von Benjamin Neukirch (1665 - 1729).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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