Im Frühling prangt die schöne Welt

In einem fast smaragdnen Schein.

 

Im Sommer glänzt das reife Feld,

Und scheint dem Golde gleich zu seyn.

 

Im Herbste sieht man als Opalen

Der Bäume bunte Blätter strahlen.

 

Im Winter schmückt ein Schein, wie Diamant

Und reines Silber, Fluth und Land.

 

Ja kurz, wenn wir die Welt aufmerksam sehn,

Ist sie zu allen Zeiten schön.


Das Gedicht "Die Welt ist allezeit schön" stammt von   (1680 - 1747).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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