Es kann schon nicht alles so bleiben

Hier unter dem wechselnden Mond;

Es blüht eine Zeit und verwelket

Was mit uns die Erde bewohnt.

 

Wir sitzen so fröhlich beisarnmen

Wir haben uns alle so lieb,

Wir heitern einander das Leben,

Ach wenn es doch immer so blieb′!

 

Doch weil es nicht immer kann bleiben,

So haltet die Freude recht fest!

Wer weiß denn, wie bald uns zerstreuet

Das Schicksal nach Ost und nach West.

 

Doch sind wir auch fern voneinander,

So bleiben die Herzen sich nah;

und alle, ja alle wird′s freuen,

Wenn einem was Gutes geschah!

 

Und kommen wir wieder zusammen

Auf wechselnder Lebensbahn,

So knüpfen ans fröhliche Ende

Den fröhlichen Anfang wir an.


Das Gedicht "Gesellschaftslied" stammt von   (1761 - 1819).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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