Diamanten wandern übers Wasser!

Ausgereckte Arme

Spannt der falbe Staub zur Sonne!

Blüten wiegen im Haar!

Geperlt

Verästelt

Spinnen Schleier!

Duften

Weiße matte bleiche

Schleier!

Rosa, scheu gedämpft, verschimmert

Zittern Flecken

Lippen, Lippen

Durstig, krause, heiße Lippen!

Blüten! Blüten!

Küsse! Wein!

Roter

Goldner

Rauscher

Wein!

Du und Ich!

Ich und Du!

Du?!


Das Gedicht "Blüte" stammt von   (1874 - 1915).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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