In diesem Traurigsein,

das Leben heißt,

kann einer fremden Lampe Schein

oft wie ein stilles Grüßen sein

von Geist zu Geist.

 

Und eines Menschen Angesicht,

das kaum man kennt,

kann rührend sein wie ein Gedicht

und tröstend wie ein leises Licht,

das tief im Dämmer brennt.


Das Gedicht "Einer Unbekannten" stammt von   (1881 - 1932).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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