Du bist der Garten, wo meine Hände
Über die weißen Wege gehn.
Du bist das Blühen und das Gelände
Der sanften Hügel und blauen Seen.
Denn Deine Augen, sie gleichen diesen,
Und Deine Lenden sind die Wiesen,
Nach denen meine Träume sehn.
Du bist der Garten, wo meine Seele
Ueber die dämmernden Wege geht.
Du bist der Mohnduft für alle Fehle
Und meiner Reue verschwiegenes Beet.
Denn alles, so mir im Suchen begegnet,
Du hast es geheiligt und gesegnet,
Daß es in mir wie ein Bildnis steht.
Das Gedicht "Du bist der Garten…" stammt von Anton Wildgans (1881 - 1932).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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