Morgenstern der finstern Nacht,
der die Welt voll Freuden macht.
Jesu mein,
komm herein,
leucht in meines Herzens Schrein.

Schau, Dein Himmel ist in mir,
er begehrt dich, seine Zier.
Säume nicht,
o mein Licht,
komm, komm, eh der Tag anbricht.

Deines Glanzes Herrlichkeit
übertrifft die Sonne weit.
Du allein,
Jesu mein,
bist, was tausend Sonnen sein.

Du erleuchtest alles gar,
was jetzt ist und kommt und war.
Voller Pracht
wird die Nacht,
weil Dein Glanz sie angelacht.

Deinem freudenreichen Strahl
wird gedienet überall.
Schönster Stern,
weit und fern,
ehrt man Dich als Gott den Herrn.

Ei nun, güldnes Seelenlicht,
komm herein und säume nicht.
Komm herein,
Jesu mein,
leucht in meines Herzens Schrein.


Das Gedicht "Morgenstern der finsteren Nacht" stammt von   (1624 - 1677).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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