Die Ros' ist meine Seel /

der Dorn des Fleischeslust /

Der Frühling Gottes Gunst /

sein Zorn ist Kält und Frost:

Ihr Blühn ist gutes tun /

den Dorn ihr Fleisch nicht achten /

Mit Tugenden sich ziern /

und nach dem Himmel trachten:

Nimmt sie die Zeit wohl wahr /

und blüht weils Frühling ist /

So wird sie ewiglich für Gottes Ros' erkiest.


Das Gedicht "Die geheime Rose." stammt von   (1624 - 1677).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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