Ich bin der Herr Divisionskommandeur,

Seine Exzellenz.

Ich habe erreicht, was menschenmöglich ist.

Ein schönes Bewußtsein.

Vor mir beugen das Knie

Hauptleute und Regimentschefs,

Und meine Herren Generäle

Horchen auf meinen Befehl.

Wenn Gott will, beherrsche ich nächstens

Ein ganzes Armeekorps.

Frauen, Theater, Musik

Interessieren mich wenig.

Was ist das alles gegen

Parademärsche, Gefechte.

Wäre doch endlich ein Krieg

Mit blutigen, brüllenden Winden.

Das gewöhnliche Leben

Hat für mich keine Reize.


Das Gedicht "Ein Generalleutnant singt" stammt von   (1889 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte