In einem außerordentlich heißen Sommer

war ein tiefer Sumpf ausgetrocknet

und die Frösche, die bisherigen Bewohner desselben,

mußten sich nach einem andern Wohnort umsehen.

 

Zwei derselben kamen auf ihrer Wanderschaft

zu einem tiefen Brunnen, worin es noch Wasser gab.

 

"Ei! Sieh da!" rief der eine.

"Warum wollen wir weitergehen?

Laß uns hier hinunterhüpfen!"

 

"Halt!" antwortete der andere,

"das Hinunterkommen ist zwar ganz leicht,

aber wenn auch der Brunnen eintrocknet,

wie willst du dann wieder herauskommen?"

 

Was dir heute nutzt, das kann dir morgen schaden,

darum denke nach, bevor du handelst.


Das Gedicht "Zwei Frösche" stammt von   (-0001 - -0001).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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