Drei Stiere schlossen miteinander ein Bündnis,

jede Gefahr auf der Weide

mit vereinten Kräften abzuwehren;

so vereinigt, trotzten sie sogar dem Löwen,

daß dieser sich nicht an sie wagte.

 

Als ihn eines Tages der Hunger arg plagte,

stiftete er Uneinigkeit unter ihnen.

Sie trennten sich, und nach nicht acht Tagen

hatte er alle drei, jeden einzeln,

angegriffen und verzehrt.

 

Eintracht gibt Stärke und Sicherheit,

Zwietracht bringt Schwäche und Verderben.


Das Gedicht "Drei Stiere und der Löwe" stammt von   (-0001 - -0001).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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