Von zwei Hähnen,
welche um Hennen miteinander kämpften,
behielt der eine die Oberhand über den andern.
Der Überwundene zog sich zurück
und verbarg sich an einem dunklen Orte;
der Sieger aber flog aufwärts,
stellte sich auf eine hohe Wand
und krähte mit lauter Stimme.
Da schoß jählings ein Adler herab
und nahm ihn mit sich fort.
Nunmehr kam der Versteckte ungehindert
wieder aus seinem Verschlupf hervor
und gesellte sich zu den Hennen.
Das Gedicht "Die beiden Hähne" stammt von Aesop (-0001 - -0001).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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