Ihr habt, ihr chinesischen Armen,
An Holz so große Noth;
Euch klappern noch die Zähne
Bei Reis und trocknem Brot!
Da hab' ich, euch, Chinesen!
Gesonnen hin und her,
Wie euch aus solchen Nöthen
Am besten zu helfen wär'.
Und seht, ich hab's gefunden,
Ich schwör's beim Yiu und Yang!
Mein Rath, der soll euch frommen,
Euch wärmen lebenslang.
Fällt jeden Stammbaum nieder
In eurem himmlischen Land!
Ein bess'res Mittel ist mir
Beim Tao! nicht bekannt.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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