Leiser schwanken die Äste;

Der Kahn fliegt uferwärts;

Heim kehrt die Taube zum Neste;

Zu dir kehrt heim mein Herz.

 

Genug am schimmernden Tage,

Wenn rings das Leben lärmt,

Mit irrem Flügelschlage

Ist es ins Weite geschwärmt.

 

Doch nun die Sonne geschieden

Und Stille sich senkt auf den Hain,

Fühlt es: bei dir ist der Frieden,

Die Ruhe bei dir allein.


Das Gedicht "Heimkehr" stammt von   (1815 - 1894).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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