Früh schon hab′ ich, fast noch Knabe,

Meine Lippen so wie jetzt,

Quelle Trevi, an der Labe

Deiner reinen Flut genetzt.

 

Und von deinem Zaubertranke

An die ew′ge Stadt gebannt,

Jahr für Jahr, der Sehnsuchtkranke,

Zog ich an den Tiberstrand.

 

Saß auf bröckelndem Gesteine,

Wo Metellas Asche ruht,

Schweifte in Egerias Haine,

Schlürfte, Quell, von deiner Flut.

 

Und auf mich, da der Albaner

Berge wieder vor mir blaun,

Seh′ ich nun als ernsten Mahner

Cestius′ Denkstein niederschaun.

 

Sei′s! Muß ich zum letztenmale

Schöpfen aus dem Trevistrom,

Noch die randgefüllte Schale

Weih′ ich dem geliebten Rom.


Das Gedicht "Fontana Trevi" stammt von   (1815 - 1894).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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