Dein Mund, vollathmend heiß an meinem Munde -
Dein Herz mit hohem Schlag an meins gepreßt,
Wie weihst du jede flüchtige Sekunde
Des Tages mir zum Liebesfest!
Und dann die heil′gen, wonnemüden Nächte,
Das Schwelgen Arm in Arm und Brust an Brust!
Mißgönnen nicht dem sterblichen Geschlechte
Die Götter solche Himmelslust?
Ja, denk′ ich Alles, was du mir gegeben
Und noch mir giebst, so fürcht′ ich ihren Neid;
Leicht zuckt ihr Blitzstrahl nieder auf ein Leben,
Das allzu voll von Seligkeit.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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