Du fragst mich, Mädchen, was flüsternd der West

Vertraue den Blütenglocken?

Warum von Zweige zu Zweig im Geäst

Die zwitschernden Vögel sich locken?

 

Warum an Knospe die Knospe sich schmiegt,

Und Wellen mit Wellen zerfließen,

Und dem Mondstrahl, der auf den Kelchen sich wiegt,

Die Violen der Nacht sich erschließen?

 

O thörichtes Fragen! Wem Wissen frommt,

Nicht kann ihm die Antwort fehlen;

Drum warte, Kind, bis die Liebe kommt;

Sie wird dir alles erzählen!


Das Gedicht "Das Geheimnis" stammt von   (1815 - 1894).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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