Hier am Berghang wollen wir ruhn,

Uns an der Quelle zu laben!

Unter Myrten und Rosen nun

Werde die Sorge begraben!

 

Schwer sind dem Wind von des Hirtenrohrs

Sterbenden Tönen die Schwingen,

Während im Laub des Cikadenchors

Schmetternde Stimmen verklingen.

 

Sanft gewiegt von dem säuselnden Hauch

Zeigt und verhüllt mit dem Wipfel

Die Cypresse den wallenden Rauch

Ueber dem Aetnagipfel.

 

Schlummer, komm und entführe still

Uns in die duftenden Weiten,

Wo durch die Wiesen von Asphodill

Selige Schatten gleiten!


Das Gedicht "Aus Sicilien" stammt von   (1815 - 1894).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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