Hinunter in die Myrtenschlucht
Stürzt sich zerflatternd die Kaskade,
Es rauscht das Meer von Bucht zu Bucht
Entlang der zackigen Gestade,
Und Höhle tönt und Felsenspalt
Vom Lispeln seiner Wellenzungen;
Im Herzen murmelt′s mir und hallt
Von wonnigen Erinnerungen.
Strahlend in Regenbogenglanz,
Grün, golden und mit Silberflamme,
Hin hüpft des Lichtes Zittertanz
Von Wellenkamm zu Wellenkamme
Und wiegt um Klippen, schaumbespritzt,
Sich funkelnd auf dem Wogenschlage.
Im Herzen leuchtet′s mir und blitzt
Von der Erinnrung sel′ger Tage.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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