Wir wollten mit Kosen und Lieben
    Genießen der köstlichen Nacht.
Wo sind doch die Stunden geblieben?
    Es ist ja der Hahn schon erwacht.

Die Sonne, die bringt viel Leiden,
    Es weinet die scheidende Nacht;
Ich also muß weinen und scheiden,
    Es ist ja die Welt schon erwacht.

Ich wollt′, es gäb′ keine Sonne,
    Als eben dein Auge so klar,
Wir weilten in Tag und in Wonne,
    Und schliefe die Welt immerdar.


Das Gedicht "Morgentau" stammt von   (1781 - 1838).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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