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Frauensegen


Schreitest unter deinen Frau′n

Und du lächelst oft beklommen:

Sind so bange Tage kommen.

Weiß verblüht der Mohn am Zaun.

 

Wie dein Leib so schön geschwellt

Golden reift der Wein am Hügel.

Ferne glänzt des Weihers Spiegel

Und die Sense klirrt im Feld.

 

In den Büschen rollt der Tau,

Rot die Blätter niederfließen.

Seine liebe Frau zu grüßen

Naht ein Mohr dir braun und rauh.


Georg Trakl
(* 03.02.1887, † 03.11.1914)




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