Ich grüße dich durchs Telefon,

Guten Morgen, du Gutes!

Ich sauge deiner Stimme Ton

In die Wurzeln meines Mutes.

 

Ich küsse dich durch den langen Draht.

Du Meinziges, du Liebes!

Was ich dir - nahe - je Böses tat,

Aus der Ferne bitt ich: Vergib es!

 

Bist du gesund? - Gut? - Was? - Wieviel? -

Nimm′s leicht! - Vertraue! - Und bleibe

Mir mein. - - Wir müssen dies Wellenspiel

Abbrechen - - Nein "dir" Dank! - - Ich schreibe!


Das Gedicht "Telefonischer Ferngruß" stammt von   (1883 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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