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Letzte Aktualisierung:
08.02.2012 19:31









Eure Kinder


Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und die Töchter de Sehnsucht
des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben,
aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben,
aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen,
das ihr nicht besuchen könnt,
nicht einmal in euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein,
aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts
noch verweilt es im Gestern.

Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und er spannt euch mit seiner Macht,
damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Laßt eure Bogen von er Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran
(* 06.01.1883 , † 10.04.1931)



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Kommentare




Do, 02.02.12, 22:18 Uhrkarin
Diese Weisheit sollte in jeder Kindererziehung angewendet werden. Sich die Kinder gleich zu machen, oder für geste zu erziehen kann nichts neues hervorbringen. Stillstand ist für nichts gut.
So, 14.11.10, 17:00 UhrPatrick
Es gibt weniges im Leben was so forded und schwierig ist wie Kinder gross zu ziehen. Mir persönlich hat er mit seinen Gedanken geholfen den Mut zu haben meine Kinder, ihre eigenen Lehrer zu sein
Sa, 01.05.10, 19:34 UhrKatinka
Dieses Gedicht ist so schön und so wahrhaftig, dass es mir die Tränen in die Augen treibt!

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