Dem Schnee, dem Regen,

Dem Wind entgegen,

Im Dampf der Klüfte,

Durch Nebeldüfte,

Immer zu! Immer!

Ohne Rast und Ruh!

 

Lieber durch Leiden

Möcht′ ich mich schlagen,

Als so viel Freuden

Des Lebens ertragen

Alle das Neigen

Von Herzens zu Herzen,

Ach wie so eigen

Schaffet das Schmerzen!

 

Wie soll ich fliehen?

Wälderwärts ziehen?

Alles vergebens!

Krone des Lebens,

Glück ohne Ruh,

Liebe, bist du!


Das Gedicht "Rastlose Liebe" stammt von (* 1749-08-28, † 1832-03-22).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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