Geboren in Kiel, gestorben in Alt-Rahlstedt, Hamburg.
Deutscher Lyriker, Prosaist und Bühnenautor.
Epoche: Naturalismus / Moderne
Eine Liste der besten Gedichte von Detlev von Liliencron. Schöne & berühmte Gedichte sind durch 1-3 Sterne [*] hervorgehoben. Diese Klassifizierung beinhaltet natürlich ein subjektives Urteil. Zudem sind kurze Gedichte durch ein [K] und lange durch ein [L] bzw. [XL] (episch) gekennzeichnet.
A
- Am Strande [L]
- Auf einem Bahnhofe [L]
B
- Ballade in U-dur [L]
- Begegnung
- Betrunken [L]
D
- Das Kind mit dem Gravensteiner
- Das Kornfeld [*]
- Der Abend sinkt
- Der Blitzzug [*, L]
- Der Handkuß
- Dichterlos in Kamtschatka
- Die letzte Rose [**]
- Die Macht der Musik
- Die Musik kommt [***]
- Dorfkirche im Sommer
E
F
G
- Glückes genug [**]
H
I
- In einer großen Stadt [***]
K
M
P
- Pidder Lüng [?, L]
S
- Schöne Junitage [***]
T
- Tod in Ähren
- Trutz, blanke Hans [?, L]
W
- Winternacht [L]
Einordnung
Detlev von Liliencron war ein deutscher Lyriker und Erzähler, der als einer der Wegbereiter der literarischen Moderne gilt (vgl. In einer großen Stadt). Seine Gedichte lösten sich teilweise von traditionellen Formen und vermittelten Eindrücke mit großer sprachlicher Unmittelbarkeit. Sie zeichneten sich durch lebendige Bilder, unmittelbare Sinneseindrücke und eine ungewöhnlich dynamische Sprache aus. Er verarbeitete persönliche Kriegserfahrungen ebenso wie Naturerlebnisse und Szenen des alltäglichen Lebens.
Detlev von Liliencron wurde am 3. Juni 1844 in Kiel unter dem Namen Friedrich Adolf Axel Freiherr von Liliencron geboren. Er stammte aus einer verarmten Adelsfamilie. Nach seiner Schulzeit trat er 1863 in den preußischen Militärdienst ein. Als Offizier nahm er am Deutsch-Dänischen Krieg, am Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866 und am Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 teil. Die Erlebnisse auf den Schlachtfeldern prägten sein späteres literarisches Schaffen nachhaltig. Dabei wandelte sich seine anfängliche Kriegsbegeisterung durch die unmittelbare Erfahrung von Gewalt und Tod.
1875 musste Liliencron aufgrund hoher Schulden den Militärdienst aufgeben. Er ging in die Vereinigten Staaten, wo er seinen Lebensunterhalt unter anderem als Sprach- und Klavierlehrer zu verdienen versuchte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland trat er 1878 in den preußischen Verwaltungsdienst ein. Im selben Jahr heiratete er Helene von Bodenhausen. Die Ehe wurde 1885 aufgrund seiner notorischen Untreue geschieden. Er arbeitete später unter anderem auf der nordfriesischen Insel Pellworm und in Kellinghusen in Holstein.
Erst im Erwachsenenalter fand Liliencron zu seiner eigentlichen Berufung als Schriftsteller. 1883 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband "Adjutantenritte und andere Gedichte", der ihn bei jüngeren, literarisch fortschrittlichen Autoren bekannt machte. Zu seinen berühmtesten Gedichten gehört Trutz, blanke Hans, das die zerstörerische Kraft des Meeres und die Bedrohung der nordfriesischen Küstenlandschaft eindrucksvoll schildert. Auch die Ballade Pidder Lüng zeigt seine Vorliebe für dramatische Situationen und norddeutsche Stoffe.
1885 schied Liliencron wegen seiner finanziellen Schwierigkeiten endgültig aus dem Staatsdienst aus und versuchte fortan, als freier Schriftsteller zu leben. Neben Gedichten verfasste er Erzählungen, Kriegsnovellen und Dramen.
Von 1887 bis 1892 war er in zweiter Ehe mit der Gastwirtstochter Augusta Brandt verheiratet. 1899 erfolgte seine dritte und letzte Eheschließung, mit der Bauerntochter Anna Micheel.
Sein literarisches Hauptwerk wurde das 1896 erschienene "Poggfred. Kunterbuntes Epos in zwölf Cantussen", das er später mehrfach erweiterte. Darin verband er Naturerlebnisse, Kriegserinnerungen, Träume, Mythologie und autobiografische Elemente. Seine unmittelbare, bildhafte Sprache weist bereits auf den Impressionismus hin. Zugleich stand er in engem Kontakt zu zeitgenössischen Autoren wie Richard Dehmel, Gustav Falke sowie Otto Julius Bierbaum und dem Friedrichshagener Dichterkreis.
Liliencrons Leben blieb lange von Geldsorgen geprägt. Erst 1901 konnte er sich mit Unterstützung von Freunden dauerhaft in Alt-Rahlstedt bei Hamburg niederlassen. Zusätzlich erhielt er von Kaiser Wilhelm II. ein jährliches Ehrengeld. Zu seinem 60. Geburtstag 1904 wurde sein literarisches Schaffen weithin gewürdigt. 1909 verlieh ihm die Universität Kiel die Ehrendoktorwürde. Am 22. Juli desselben Jahres starb er im Alter von 65 Jahren an einer Lungenentzündung.
Zur Übersicht der wichtigsten DichterInnen, die in dieser Gedichtsammlung vertreten sind. Alle Lyriker dieser Anthologie befinden sich unter Dichter nach Epochen.
Gedichte werden der literarischen Gattung der Lyrik zugeordnet und zeichnen sich durch besondere sprachliche Gestaltung aus. Die Texte sind meist relativ kurz und arbeiten mit Klang, Rhythmus, Bildern und Emotionen.
Das Wort „Dichter” geht auf das lateinische „dictāre“ zurück, was „mit Nachdruck sagen” bedeutet. Das Wort „Poet” hängt ebenso wie „Poesie” mit dem griechischen Verb „poiein“ zusammen, das unter anderem „schaffen” bedeutet.
Wir präsentieren hier eine Sammlung guter Gedichte, Sonette und Balladen des bekannten Dichters Detlev von Liliencron (1844 - 1909). In dieser Liste sind sowohl kurze & lange als auch lustige & nachdenkliche lyrische Werke enthalten.
Gedichte