Andreas Gryphius
(* 1616-10-02, † 1664-07-16)
Eigentlich: Andreas Greif
Geboren in Glogau (Schlesien), gestorben in Glogau.
Deutscher Dichter des Barocks.

Einordnung

Andreas Gryphius wurde am 2. Oktober 1616 in Glogau (Niederschlesien) geboren und starb am 16. Juli 1664 ebenda. Er entstammte einer lutherischen Pastorenfamilie; früh verlor er Vater und Mutter und erlebte die Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges, Erfahrungen, die sein Weltbild und seine Dichtung tief prägten.

Seine Ausbildung begann an der Stadtschule in Glogau und setzte sich am Gymnasium in Fraustadt fort, wo er erstmals als Dichter in Erscheinung trat; bereits als Jugendlicher verfasste er lateinische Epen. Später studierte er unter anderem in Danzig und an der Universität von Leiden, unternahm Reisen durch Frankreich und Italien und sammelte so literarische und humanistische Einflüsse, die seine Formbeherrschung und sein rhetorisches Pathos förderten.

Sein dichterisches Œuvre umfasst Sonette, Oden, Epigramme sowie Trauer- und Lustspiele; zu den bekanntesten Gedichten zählen „Es ist alles eitel“, „Menschliches Elende“ und „Tränen des Vaterlandes“ (alle von 1636) in welchem Gryphius eindringlich die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges behandelt.
Nachfolgend erschien seine berühmte Ode „Vanitas! Vanitatum Vanitas!“ (lat.: Eitelkeit! Der Eitelkeiten Eitelkeit!) die exemplarisch für die Barockmotive Vanitas, Memento mori (Vergänglichkeit allen menschlichen Schaffens und Strebens) und die „Poetik der Klage“ stehen.
In seinen Dramen wie "Leo Armenius" und späteren Trauerspielen zeigt sich die dramatische Anlage und die theatralische Sprache, die ihn auch als bedeutenden Dramatiker ausweist.

Thematisch kreisen Gryphius’ Texte um Vergänglichkeit, Leid, Zerstörung und die Suche nach Sinn in einer vom Krieg gezeichneten Welt; seine Sonette verbinden strenge Form mit existenzieller Tiefe und machten ihn zum paradigmatischen Lyriker des Barock.
Seine Sprache ist geprägt von dichterischer Bildkraft, pathetischer Steigerung und einer oft pessimistischen Grundhaltung, die zugleich moralische und religiöse Reflexionen einschließt.

Gryphius heiratete Gryphius Rosina Deutschländer; aus der Ehe gingen mehrere Kinder hervor, von denen nicht alle das Erwachsenenalter erreichten — ein Schicksal, das seine persönliche Betroffenheit von Verlusten widerspiegelt.
Er wurde 1662 in die "Fruchtbringende Gesellschaft" (die erste deutsche Sprachakademie) aufgenommen, ein Zeichen seiner literarischen Anerkennung durch seine Zeitgenossen.

Gryphius starb am 16. Juli 1664, während einer Versammlung der Glogauer Landstände, an einem Schlaganfall.





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Gedichte werden der literarischen Gattung der Lyrik zugeordnet und zeichnen sich durch besondere sprachliche Gestaltung aus. Sie sind meist relativ kurz und arbeiten mit Klang, Rhythmus, Bildern und Emotionen.
Das Wort „Dichter” geht auf das lateinische „dictāre“ zurück, was „mit Nachdruck sagen” bedeutet. Das Wort „Poet” hängt ebenso wie „Poesie” mit dem griechischen Verb „poiein“ zusammen, das unter anderem „schaffen” bedeutet.

Wir präsentieren hier eine Sammlung guter Gedichte, Sonette und Balladen des bekannten Dichters Andreas Gryphius. In dieser Liste sind sowohl kurze & lange als auch lustige & nachdenkliche lyrische Werke enthalten.