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Der Frühling, am ersten Maimorgen


Heute will ich fröhlich, fröhlich sein,

Keine Weis’ und keine Sitte hören;

Will mich wälzen und für Freude schrein,

Und der König soll mir das nicht wehren;

 

Denn er kommt mit seiner Freuden Schar

Heute aus der Morgenröte Hallen,

Einen Blumenkranz um Brust und Haar

Und auf seiner Schulter Nachtigallen;

 

Und sein Antlitz ist ihm rot und weiß,

Und er träuft von Tau und Duft und Segen -

Ha! Mein Thyrsus sei ein Knospenreis,

Und so tauml’ ich meinem Freund entgegen.



(* 15.08.1740, † 21.01.1815)




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