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Weg im Nebel


Nun wird die Spur der Füße langsam ungetan,

Und aus der Tiefe, aus der tiefen Tiefe steigt

Das Trübe, schwadengrauer Nebel himmelan.

 

Nun wird der Augen-Aufblick langsam leer,

Und aus der Höhe, aus der hohen Höhe neigt

Die Wolke sich, sinkt Nebel erdwärts schwer.

 

Nun drängt zu dem verwandten Un-Gesicht

Das Wesenlose aus den fahlen Gründen

Und hebt sich sehnend ins versäumte Licht.

 

Nun flieht, was war: es fliehen Busch und Baum,

Flieh′n Berg und Tal, die sich zur Flucht verbünden,

Es fliehst du, Herz. Es floh′n die Zeit, der Raum.

 

Land wurde Meer. Meer wurde schwälend Schaum.

Ihn schlürft, sich fröstelnd zu entzünden,

Das ungelebte Leben und der ungeträumte Traum.



(* 20.08.1899, † 07.11.1929)




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