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Robinson sucht Gott


Ists darum, daß du schweigst, Gott, weil du haust

In dem Verstummenden? Bist du der leere

Schallose Raum, in dem es schweigt, und baust

Dich rund um uns? Bist, den ich kniend ehre,

Der Angespiene Eines, und es gleichen

Gebet und Fluch dir Ohrenlosem längst

Sich aus, eh sie ertönten? Und es streichen

Sich Schmerz und Freude, daß nichts bleibt? Du hängst

Ein großer Ausgleich, bist wie das Bemessen

Der Wage, die im Gleichgewicht besteht?

Alles geht auf? Und daß mir hier, vergessen

Fast von mir selbst, die Einsamkeit vergeht

Und sich erneut, unendlich, trifft dich nicht?!

Du weißt sie drüben gehn in bunten Scharen,

Sie staunen vor den rasch verschäumten Jahren,

Und warfst mich hin: ihr einiges Gewicht.



(* 20.08.1899, † 07.11.1929)




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