Nach oben

Ich sah dich an...


Ich sah dich an, o daß ich dich

Niemals gesehn, nun bin ich blind,

Nun bist du groß, nun führst du mich

Ein irres Kind.

 

Und wo das Haus, das sichre Haus

Mir einst im Wind geborgen stand,

Da zieh ich aus, da zieh ich aus

In Niemands Land.

 

Und wo ich bleib und wo ich steh,

Wächst Schierling süß und duftet wund,

Umhaucht mich schwer, bespricht mich weh

Dein liebster Mund.

 

Wohin ich geh, wohin ich treib,

Traum treibt mich um, niemehr erwacht

Die trübe Seel, der arme Leib

Aus deiner Nacht.



(* 20.08.1899, † 07.11.1929)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

Mit dem Eintragen Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung einverstanden.
  • Noch kein Kommetar vorhanden!